Schloss Villandry

Auslandspraktikum

Auslandspraktikum in Frankreich

3 Wochen in der Ferne

Bon jour, hier ist Lisa,

im Oktober/ November 2018 hatte ich die einmalige Chance, 3 Wochen meiner Ausbildung in Frankreich zu verbringen. Es war eine wunderbare Zeit und ich bin dankbar, dass mir diese Erfahrung ermöglicht wurde.

Es geht los

Zusammen mit 4 weiteren Azubis, 2 Junggesellinnen und unserer Lehrerin, später auch die Mobilitätsberaterin der HWK Dresden als Begleitperson bin ich am Sonntag, den 14.10.18 ins Flugzeug nach Frankreich gestiegen. Nach insgesamt 8 Stunden Reise kamen wir in Tours an. Tours ist eine mittelgroße Stadt circa 300 km süd-westlich von Paris entfernt. Wir wurden in einem Haus untergebracht, welches über Air BNB gebucht wurde. So waren wir alle zusammen. Die Familie, die dieses Haus bewohnt, war für diese Zeit ausgezogen, demzufolge war das Haus sehr persönlich eingerichtet, was anfangs sehr befremdlich war. Doch nach ein paar Tagen gewöhnten wir uns daran.

Nachdem wir uns etwas von der Reise ausgeruht hatten, gingen wir ein wenig die Stadt erkunden und kehrten in einer Crêperie in der Altstadt ein. Mit herzhaften Crêpes und belgischen Bier ließen wir den Tag ausklingen.

Erst mal alles kennen lernen

Für die kommende Woche wurde für uns ein Kulturprogramm zusammengestellt. Neben einem Stadtrundgang durch Tours und der Besichtigung eines Betriebes, der Tapeten noch per Hand herstellt, standen Besuche eines Schlosses und der Partnerschule des BSZ Otto Lilienthal auf dem Plan. Immer mit dabei – eine Gruppe französischer Azubis, die im März nächsten Jahres zu uns nach Dresden kommen. Sie zeigten uns, wie sie in der Berufsschule arbeiten und wie die Gesellenprüfung abläuft. Wir konnten viele Unterschiede ausmachen. Doch alles hatte seine Vor- und Nachteile. Um den sportlichen Teil abzudecken tobten wir uns beim Golf spielen aus.

Jetzt geht es an die Arbeit

Die nächsten zwei Wochen wurde gearbeitet. Jeder von uns wurde einem anderen Betrieb in und um Tours zugeteilt. Für mich ging es nach Orleans zu „Carifil“. Der Weg dahin war mit der weiteste, doch mir wurde ein Auto zur Verfügung gestellt. So fuhr ich jeden Tag 80 Minuten  pro Strecke über die Autobahn. Gegen Ende wurde der Weg sehr anstrengend, aber ich war froh in diesem Betrieb zu sein. Alle Mitarbeiter (ungefähr 15) waren sehr lieb, hilfsbereit und bemühten sich, die Kommunikation mit sehr begrenzten Englisch zu erleichtern. Mit der Zeit verstand ich auch ein wenig französische Begriffe, die für den Beruf wichtig sind.

Nach einer kurzen Führung durch den Betrieb ging es auch schon los mit arbeiten. Ich bezog einen Stuhl mit neuem Möbelbezugsstoff und verzierte diesen mit Ziernägeln. Dazu kamen noch ein Kissen und ein Vorhang. Alles zusammen wurde gleich in das Schaufenster gestellt und steht den Kunden zum Verkauf. Zudem fertigte ich noch zwei weitere Kissen an, durfte für mich einen Adventskalender nähen und zum Schluss begann ich mit dem klassischen Polsteraufbau eines Sessels. In den zwei Wochen lernte ich viel über die Techniken, die Arbeitsweise und die Neugier der Franzosen.

Auch Freizeit muss sein

Am Wochenende wurde die Zeit aufgeteilt in Freizeit und Ausflüge. Die Freizeit wurde meistens mit shoppen verbracht. Für Ausflüge ging es zu weiteren wunderschönen Schlössern, in die Weinregion um Chinon und in den Garten von Chateau Villandry, welcher durch seinen Gemüsegarten und die Architektur sehr berühmt ist. Abends wurde gekocht, zusammen gegessen und Wein getrunken. Wir, als Gruppe, verstanden uns wunderbar. Es gab keine Probleme oder Zickereien. Und das bei 8 Frauen in einem Haus!

Dieses Auslandspraktikum wurde durch Erasmus+ gefördert. Alle Kosten, ausgenommen unser Taschengeld, wurden übernommen.

Ich bin am Ende meines Berichtes angekommen. Ich möchte mich bei allen, die mir das Praktikum möglich gemacht haben, bedanken. Dankeschön an die HWK Dresden, die alles organisiert hat, Dankeschön an Erasmus+ für die Förderung und Dankeschön an Reichelts, ohne die ich die drei Wochen gar nicht hätte erleben können.

Schluss mit den vielen Worten. Hier sind ein paar Bilder:

Es gibt noch so viel zu zeigen, dennoch hab ich es auf die paar Bilder beschränkt sonst würde es zu viel J

Informationen über die Voraussetzungen für ein Auslandspraktikum bekommt ihr bei der HWK Dresden oder direkt bei Erasmus+. Natürlich könnt ihr mir auch Fragen stellen, falls ihr mehr wissen möchtet.

LG eure Lisa

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